Yoga jetzt
Atha yogānuśāsanam.
Patanjali, Yoga Sutra I.1
Mit diesem einen Wort beginnt das gesamte Yoga Sutra: Atha, jetzt. Kein beiläufiges Jetzt, wie man es im Alltag gebraucht, sondern ein Jetzt, das in der altindischen Tradition den Beginn eines bedeutsamen Vorhabens markiert. Atha kündigt an, dass etwas Wesentliches seinen Anfang nimmt, und es setzt zugleich eine Reife voraus: Wer hier ankommt, bringt bereits eine gewisse Bereitschaft mit, sich auf das einzulassen, was jetzt folgt. Patanjali beginnt sein Werk also nicht mit einer Definition oder einer Ankündigung dessen, was kommen wird.
Er beginnt mit einem Moment der Bereitschaft selbst.
Genau diesen Moment trägt der Kurs Yoga jetzt in seinem Namen. Er versteht sich als ein offener Raum, der sich immer wieder neu füllt, je nachdem, was in diesem Moment, mit dieser Gruppe, mit dieser Lehrerin gebraucht wird. Kein Sonntag gleicht dem anderen.
Manchmal erwartet Dich eine dynamisch gehaltene Praxis, kraftvoll und fordernd. An anderen Tagen eine ruhige, sanfte Stunde, die mehr Raum zum Ankommen lässt als zum Leisten. Manchmal steht ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt, ein philosophischer Gedanke, ein Prinzip aus der Yoga-Philosophie, manchmal die reine Körperpraxis selbst. Es kann sein, dass der Atem, Prana, im Zentrum der Stunde steht, oder ein ausgedehnter Bodyscan Dich tief in die Wahrnehmung Deines Körpers führt. Auch die Meditation variiert, von wenigen stillen Minuten bis zu einer längeren, geführten Reise nach innen.
Was bleibt, ist die Einladung, mit Offenheit zu kommen, ohne Erwartung an eine bestimmte Form. Yoga jetzt lebt von genau dieser Bereitschaft, Dich jedes Mal, wenn Du Dich auf die Matte begibst, neu auf das einzulassen, was gerade jetzt an der Reihe ist.
Vorerfahrung von mindestens 1/2 Jahr notwendig.